
| Aktuelles |
| 29.09.11 |
| SGK Informationsveranstaltung --- SPD-Politiker informierten sich bei der Bundeswehr in Erndtebrück |
„Erhebliche Investitionen – Standort erscheint bestens aufgestellt“Erndtebrück. Derzeit gibt es in Deutschland drei Einsatzführungsbereiche der Luftwaffe: Erndtebrück, Meßstetten und Schönewalde/Holzdorf. Ihre wichtige Aufgabe besteht darin, den Luftraum über der Bundesrepublik zu überwachen und zu sichern. Der Bundesverteidigungsminister hat dieser Tage angekündigt, dass die Zahl der Einsatzführungsbereiche im Zuge der anstehenden Reform der Bundeswehr auf künftig nur noch zwei Standorte dieser Art reduziert wird. Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel ist zuversichtlich, dass sich der Luftwaffenstandort Erndtebrück behaupten wird. Das äußerte der SPD-Politiker jetzt bei einem Besuch der Garnison auf dem Hachenberg. Völkel verwies u.a. darauf, dass in jüngster Zeit alleine in die Errichtung eines neuen hochmodernen Gebäudes für den Einsatzführungsdienst 9,1 Millionen Euro und für das komplett erneuerte technische Equipment rund 25 Millionen Euro investiert wurden. „Der Bundeswehrstandort Erndtebrück erscheint also bestens aufgestellt“, so der Bürgermeister weiter. „Das ist heute mit die modernste Einrichtung dieser Art in ganz Europa“, betonte Oberst a.D. Karl-Robert Zwickel bei der Begrüßung des Bürgermeisters und weiterer Vertreter der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein. Deren Vorsitzender Hans-Dieter Moritz und seine Stellvertreterin Beate Grimm äußerten sich erfreut, dass der Besuch der Garnison, den der Burbacher SPD-Politiker und Bundeswehrsoldat Falk Heinrichs seinen Parteifreunden vermittelt hatte, stattfinden konnte. Beate Grimm und die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer (SPD) erklärten: „Hier auf dem Hachenberg sind rund 750 Soldatinnen und Soldaten stationiert. Damit ist die Kaserne nicht zuletzt auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber für die Menschen in Wittgenstein und Umgebung.“
Nach einführenden Erläuterungen durch Leutnant Andre Strassburger führten er und seine Kollegen die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker durch die neue Luftraumüberwachungszentrale (Control and Reporting Centre / CRC), wo sie den Soldatinnen und Soldaten bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen konnten. „Hier werden die jeweils aktuellen Daten der angebundenen Radarsensoren zu einem digitalisierten Luftlagebild zusammengefasst, auf dem alle Flugobjekte, die sich über Deutschland bewegen, dargestellt sind. Auch sind wir für die Steuerung von Gegenmaßnahmen bei möglichen Luftraumverletzungen zuständig“, beschrieb Oberstabsfeldwebel Andreas Haßler die Aufgaben des CRC. Weiter erfuhren die SPD-Politker, dass auch das „Systemunterstützungszentrum Führungsdienste der Luftwaffe“ in der Hachenberg-Kaserne untergebracht ist. „Diese IT-Experten sind für die ständige Pflege und Aktualisierung unserer speziellen Software zuständig. Es handelt sich um hochqualifizierte Soldaten und auch zivile Mitarbeiter, auf deren Support wir täglich angewiesen sind“, erläuterte Leutnant Strassburger. Darüber hinaus befindet sich in Erndtebrück die zentrale Ausbildungsstätte für alle Unteroffiziere und Offiziere der Verbände und Einheiten des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe. „Jährlich durchlaufen etwa 550 Lehrgangsteilnehmer die verschiedenen Ausbildungsgänge“, fügte Stabsfeldwebel Falk Heinrichs hinzu. Vor einer abschließenden Gesprächsrunde im Offizierskasino, an der auch der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberst Dieter Beck, teilnahm, berichtete Hauptmann Peter Karthaus den SPD-Politikern noch über seinen zurückliegenden Einsatz im Sudan, wo er als Bundeswehrsoldat an einer UN-Friedensmission teilnahm, deren Ziel darin bestand, die Bürgerkriegsparteien miteinander auszusöhnen und das Referendum über die inzwischen erfolgte Errichtung eines unabhängigen Staates in Südsudan vorzubereiten. |

