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18.11.11
Unsere SPD-Kommunalpolitiker besuchten Firma Fuhrländer: Heimischer Windkraftanlagenhersteller beeindruckt mit seiner Ausbildungsquote

Die landesweite Diskussion um den Ausbau der Windenergie führte jetzt Mitglieder der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) aus Siegen-Wittgenstein und Mitglieder der Siegener SPD-Fraktion zur Firma Fuhrländer in den Industriepark am Siegerlandflughafen in Liebenscheid. Walter Lutz, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des heimischen Windkraftanlagenherstellers, stellte den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die erfolgreiche Unternehmensgeschichte und innovativen Produkte der Firma Fuhrländer vor.

 


Mitglieder der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik Siegen-Wittgenstein unter ihrem Vorsitzenden Hans-Dieter Moritz (3.v.r.) und der SPD-Fraktion Siegen, mit ihrem Vorsitzenden Detlef Rujanski (8.v.l.) an der Spitze, besichtigten gemeinsam die Firma Fuhrländer. Walter Lutz (3.v.l.), Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des heimischen Windkraftanlagenherstellers, stellt das Unternehmen vor und führte die SPD-Mitglieder durch die Produktionshallen im Industriepark am Siegerlandflughafen. Im Hintergrund ist die Maschinengondel einer 2,5 Megawattanlage zu sehen, die alleine ein Gewicht von ca. 96 t auf die Waage bringt.

Gegründet 1960 von Theo Fuhrländer, entwickelte sich die Firma Fuhrländer innerhalb von wenigen Jahrzehnten zu einem der weltweit führenden Herstellern von Onshore-Windkraftanlagen. „Die Idee dazu brachte Joachim Fuhrländer Anfang der 80er Jahre aus einem Urlaub an der Nordseeküste mit nach Hause“, erläuterte Lutz. 1991 wurde dann die erste Anlage mit einer Leistung von 30 Kilowatt für die Firma GEW in Köln errichtet. Inzwischen werden Anlagen mit einer Leistung von 2,5 Megawatt, einer Nabenhöhe bis 160 m und einem Rotordurchmesser von bis zu 104 m angeboten. „2012 planen wir, den ersten Prototypen einer 3 Megawatt-Anlage zu bauen“, blickt Lutz in die nahe Zukunft.


Unsere sozialdemokratischen Kommunalpolitiker nehmen rege am Vortrag und der Diskussion teil.

„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bekennen uns zu dem in Deutschland jetzt hoffentlich entgültig beschlossenen Atomausstieg und dem damit verbundenen Ausbau erneuerbarer Energien wie der Windkraft“, bezog Hans-Dieter Moritz, Vorsitzender der SGK in Siegen-Wittgenstein, klar Stellung und ergänzte: „Dabei müssen die berechtigten Sorgen und Einwände der Betroffenen, wie z. B. Lärmbelästigung, Schattenwurf und die Eingriffe in die Natur, vor der Genehmigung des Baus neuer Anlagen in einem transparenten Verfahren abgewogen werden.“


- und bestaunen in der Innenansicht,  die Größe eines Maschinehauses -

Einige dieser bekannten Einwände konnte Lutz direkt entkräften. Durch die Größe der Anlagen und der Rotoren könne schon bei einer geringen Drehzahl die volle Leistung erreicht werden. Der Fortschritt bei der Entwicklung führe gleichzeitig zu einer größeren Laufruhe der Stromgeneratoren. Beides zusammen führe zu einer Verringerung der von den Anlagen erzeugten Lärmemission, so dass die gesetzlichen Grenzwerte bei Einhaltung entsprechender Abstandsregeln zur nächstgelegenen Wohnbebauung eingehalten werden könnten. Technisch sei es inzwischen auch möglich, die Anlagen zu bestimmten Tageszeiten auszuschalten und zur Seite zu drehen, so dass z.B. Schattenwurf in den Morgen- und Abendstunden vermieden werden könne.


- Werksbesichtigung -

Detlef Rujanski, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Siegen, erklärte: „Wir haben uns in Siegen vor dem Hintergrund des geplanten Bürgerwindparks in Breitenbach und Volnsberg intensiv mit dem Thema Windenergienutzung beschäftigt. Neben Gesprächen mit der städtischen Verwaltung haben wir Kontakt mit dem Investor, den betroffenen Waldgenossenschaften und den Gegnern dieses Projektes gesucht. Im Bürgerwindpark in Hilchenbach haben wir uns einen guten Eindruck eines bereits realisierten Projektes machen können. Der Besuch hier vor Ort bei der Firma Fuhrländer bildet vorerst den Abschluss unserer Informationsreihe. Als Erkenntnis nehmen wir mit, dass es für die meisten Einwände gegen die Windkraftnutzung inzwischen technische Lösungen gibt, wenn man sie nur will.“


- und Gruppenbild.

Voll des Lobes zeigten sich die SPD-Mitglieder auch von der hohen Ausbildungsquote des Unternehmens und der dahinter stehenden Unternehmensphilosophie. Unter den insgesamt rund 700 Mitarbeitern befinden sich über 160 Auszubildende. „Dies ist eine beeindruckende Zahl, die man ohne zu übertreiben als vorbildlich bezeichnen kann“, war Moritz begeistert und fuhr fort: „Wir können froh und dankbar sein, nicht nur einen ‚Global Player‘, sondern auch ein so sozial eingestelltes Unternehmen wie die Firma Fuhrländer hier vor Ort ansässig zu haben.“

Darauf angesprochen stellte Lutz auf eine Frage der SPD-Politiker klar, dass die Firma Fuhrländer „nicht abwandern wird, falls der Siegerlandflughafen geschlossen würde.“ Sie seien aber froh, dass er existiere. Denn dies mache die Anreise potenzieller Investoren, die inzwischen weltweit akquiriert werden, deutlich einfacher.

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